Ermöglichungsprojekt öffnet Chancen für Kirchen auf dem Land

Geschrieben von Dr. Marion Munz-Krines | Oct 20, 2026, 3:19:53 PM

Wir konnten Projektleiterin Dr. Anna Luise Klafs für den KIPS-Impulsvortrag im September 2026 gewinnen. Sie hat die Hintergründe des Projekts vorgestellt und erläutert, was es heißt, Dorfkirchen im Norden zum Leuchten zu bringen.

Ein Beispiel für eine ermöglichende Kirche

Dr. Anna Luise Klafs, Projektleiterin "Dorfkirche mon amour" der evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland, erläuterte, wie das Projekt seit der Pilotphase Dorfkirchen für kulturelle Aktivitäten öffnet und sich mittlerweile als Festival, Förderprogramm, Vernetzungsplattform und Transformationsprojekt versteht. Das Projekt hat in den letzten Jahren eine große Strahlkraft mit zunehmend mehr Beteiligten sowie Kulturpartnern wie dem NDR entwickelt. Es zeigt wie sich Kirchenräume nutzen lassen, wenn die Menschen vor Ort selbst die Initiative ergreifen, Veranstaltungen planen und diese dann in ihren Dorfkirchen umsetzen. Unterstützt wird das Projekt mit Ressourcen und Finanzmitteln der evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland. Initiativen, Menschen, Gemeinden, Vereine bewerben sich immer bis zum 31. Januar jeden Jahres mit ihren je eignen, innovativen Ideen für ihre Dorfkirche oder städtische Quartierskirche und erhalten Unterstützung.

Warum Dorfkirchen eine Chance sind

Nach nun fünf Jahren Laufzeit zieht Dr. Anna Luise Klafs folgendes erfahrungsbasiertes Fazit: "1. Es gibt einen Mangel an Kultur und Teilhabe in ländlichen Räumen. 2. Es gibt ein großes Angebot an Kirchen in ländlichen Räumen. Beides zusammenzudenken hat Potenzial." Sie kennt auch die Widerstände und Diskussion vor Ort: Der Haltungswechsel sei besonders dort schwierig, wo kirchliche und zivilgesellschaftliche Vorstellungen von Sakralität und Nutzung aufeinandertreffen, fasst die Projektleiterin zusammen, und empfahl, konkrete Kooperation, frühzeitige Kommunikation und eine klar erkennbare Rolle der Kirchengemeinde zu entwickeln.

Wenn Sie die Inhalte des Impulsvortrags nachlesen wollen, laden Sie die Präsentation über den untenstehenden Button herunter.

Unser Fazit: Empowerment macht den Unterschied

Dr. Anna Luise Klafs beschrieb den zentralen Haltungswechsel von einer vorgebenden zu einer dienenden und befähigenden Kirche. Hier ergeben sich Parallelen zu einem zeitlich begrenzten Empowerment- und Hilfe-zur-Selbsthilfe-Ansatz, den KIPS den Projektdesigns für die Begleitung von kirchlichen Veränderungsprozessen zugrunde legt.

KIPS GmbH begleitet kirchliche, kommunale und sozialwirtschaftliche Organisationen bei der Gestaltung solcher Prozesse. Wenn Sie Ihre Situation einordnen möchten oder wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne für einen unverbindlichen Austausch. Im Anschluss können Sie in Ruhe entscheiden, wann es Zeit für eine engere Zusammenarbeit ist.

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